Abwechslung soll das (Sport-)Leben süsser machen – das könnte doch auch für das Schwimmen passen? An der Mitgliederversammlung hatte Damian angekündigt, dass er gerne einmal ein Schwimmwochenende anbieten möchte. Erste Umfragen haben dann gezeigt, dass dafür bei den Mitgliedern durchaus Interesse besteht. Als die Sache ernst wurde, sah es indessen etwas düster aus – möglicherweise hat die längere Anreise oder der angekündigte Kostenrahmen abgeschreckt. Dennoch gelang es Damian, die Idee in die gute Tat umzusetzen. Und wer dabei war hat es nicht im Geringsten bereut!

Das Wochenende fand – bei grandiosem Wetter – vom 1. bis 3. Mai in Appenzell statt, wo ein architektonisch attraktives Hallenbad auf uns wartete. Wir, das waren Katharina, Maura, Kajo, David, Hansueli und ich, die sich von Damian durch die vier 90-minütigen Schwimmtrainings in drei Tagen peitschen lassen wollten.

Angereist mit öV, PW und Rennrad, mit Kind und Kegel richteten wir uns am Freitagnachmittag in der Boutique-Pension «Alte Metzg».

Alle waren begeistert von der Lokalität, die mit ausgesuchten Design- und Möbeltrouvaillen aus den 40er und 50er Jahre bestückt war. Gemütliche Zimmer, geräumige und helle Badezimmer, eine kleine Sauna, eine grosse Terrasse und eine fantastisch eingerichtete Küche haben auf Anhieb für gute Stimmung gesorgt. Da wir die Mahlzeiten selber zubereiten und gemeinsam geniessen wollten, wurden zuerst die Vorräte aufgefüllt.

In einem zehnminütigen Fussweg gelangten wir zum Hallenbad. Reserviert waren zwei 25m-Bahnen. Und draussen lockte schon der Whirlpool… aber zuerst die Arbeit. Damian sorgte für vier abwechslungsreiche Sessions, die den unterschiedlichen Leistungsniveaus bestens gerecht wurden. Die Stimmung war im Wasser genau so gut wie draussen.

Für alle war es der wohl längste Trainingsblock im Wasser, in denen alle zwischen 12 und 15km verbuchen konnten. Für mich als mässig begabten Schwimmer ist es immer wieder erstaunlich zu merken, wie wertvoll solche Trainings sind, weil sich viele kleine Details besser einstellen lassen, wenn man in kurzer Zeit mehrmals im Wasser ist.

Neben dem Becken war die Stimmung gelöst und heiter. Wir überraschten uns selber mit unseren Kochkünsten und der Bereitschaft, einander dort zur Hand zu gehen, wo es gerade nötig war. Für Samstagnachmittag hatte Damian eine Besichtigung des schmucken Städtchens organisiert. Die junge Appenzellerin vom Verkehrsverein erzählte uns, lebendig und heiter, allerlei Geschichtliches, Politisches und Anekdotisches. Der abwechslungsreiche Rundgang war genau das richtige Kontrastprogramm zum Schwimmmarathon.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich das Wochenende mehr als gelohnt hatte. Sportlich sind solche Trainingsblöcke eine ideale Ergänzung zu den heimischen Trainingseinheiten oder zu Camps in der Ferne. Wir überlegen uns im Vorstand, was wir im nächsten Jahr anbieten könnten – vielleicht auch ein Kombi-Päckli, bei dem auch die anderen zwei Disziplinen noch zum Zug kommen. Gute Ideen sind uns immer willkommen.

Text und Bilder = Martin Wyss, Co-Präsident