Interview Tamara Larizza

Verfasst von am 19. März 2019
 

In einer neuen Rubrik Headwind werden wird in Zukunft vermehrt über Mitglieder vom 3athlon Bern berichten. Hier ein erster Beitrag der allerdings noch unter der Rubrik „Berichte“ erscheint:

Tamara Larizza gehört seit Jahren zu den besten Athletinnen bei 3athlonBern und ist in ihrer Rolle als Samstag-Schwimmtrainerin vielen bekannt. Wir haben Tamara zum Interview getroffen.

Headwind: Hallo Tamara. Danke nimmst du dir Zeit für das Interview. Stell dich doch in ein paar Sätzen den Leser vor.

Tamara: Hallo Liebe Alle. Wer mich nicht- oder noch nicht kennt, ich leite das Schwimmtraining am Samstag und bin seit Beginn des Triathlonklubs, damals noch mit Namen TKD92 aktiv mit dabei und habe in den letzten Jahren auf der Langdistanz meine Passion gefunden.

Headwind: Du hast in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich Wettkämpfe bestritten. Was sind für dich die schönsten und wertvollsten Erfolge?

Tamara: Meine schönsten Erfolge waren mein Duathlon Weltmeistertitel am Powerman letztes Jahr, sowie meine beiden Europameistertitel im Triathlon auf der Halb- und Langdistanz sowie natürlich das unvergessliche Erlebnis auf Hawaii.

Headwind: Wann und wie bist du zum Triathlon gekommen?

Tamara: Ich habe als Teenager mit Modernem Fünfkampf begonnen. Geschwommen sind wir damals immer mit dem Triathlonklub zusammen. Als ich dann 3 Monate in Australien war und mein Training aufs Schwimmen und Laufen reduzierte habe ich nach meiner Rückkehr mit dem Triathlon begonnen.

Headwind: Und wann und warum bist du zu 3athlon Bern gestossen?

Tamara: Wie ober bereits erwähnt, durch das Schwimmen mit den Triathleten. Soviel ich mich erinnern kann war das 1995.

Headwind: Was gefällt dir an 3athlon Bern? Warum trainierst du im Club und nicht alleine?

Tamara: Das Schwimmen alleine ist eintönig und monoton, aber mit gleichgesinnten zusammen macht dies sogleich viel mehr Spass. Auch das familiäre im Klub und der Austausch mit den Kollegen finde ich schön. Im Laufe der Zeit ist dies etwas mehr in den Hintergrund gerückt, da ich nebst dem Training auch andere Pflichten als Mami habe und das Gesellige so etwas reduzierte. Im Laufen und auf dem Velo fokussiere ich mich dann ganz auf mich und trainiere beides alleine.

Familienleben

Headwind: Wo könnte sich unser Verein deiner Meinung nach noch verbessern, was sind deine Wünsche?

Tamara: Verbesserungen sind immer Willkommen und neuen Wind bringt meist was Gutes hervor. Ich finde es toll wird das Headwind wieder aufgelebt und die Geschichten der Mitglieder wieder mehr publik. Auf der Internetseite fände ich es Toll mehr Impressionen oder News von Klubmitgliedern zu lesen.

Headwind: Wie sieht bei dir eine normale Trainingswoche aus?

Tamara: 2 x Schwimmen, 2-3x Laufen, 2x Velo, 2x Kraft und ein Tag zum nichts tun und Beine hochlagern

Headwind: Wenn du dich auf einen Grossanlass vorbereitest, was für Trainingsplänen folgst du? Was für Umfänge trainierst du und wo legst du die Schwerpunkte?

Tamara:  Ich habe keine Trainingspläne bzw. ich habe meinen optimalen Trainingsrhythmus gefunden wie ich meine Trainings organisiere so, dass es für mich stimmt. In der Vorbereitungsphase für ein wichtiges Rennen hole ich mir dann noch Rat bei Filippo meinem Mann ein. Die Umfänge vor einem wichtigen Rennen sind ca. 15 Stunden pro Woche. Mehr kann und will ich nicht investieren, da mir die Zeit mit der Familie und die Erholung sehr wichtig ist. Den Schwerpunkt lege ich aufs Radfahren und auf meine Lieblingsdisziplin das Laufen.

Headwind: Wo liegen deine Stärken und Schwächen in unserem Sport? Was magst du am Liebsten?

Tamara: Ich denke meine schwächste Disziplin ist das Schwimmen, hier habe ich in den letzten Jahren keine wirklichen Fortschritte mehr gemacht. Ich müsste mehr ins Schwimmen investieren, was aber einen grossen Aufwand bedeuten würde und schlussendlich im Rennen effektiver mit mehr Training auf dem Rad oder beim Laufen wett gemacht werden kann. Meine Lieblingsdisziplin; was gibt es schöneres als am Morgen früh den Tag laufend zu beginnen.

Headwind: Du hast mittlerweile eine Familie mit einem kleinen Kind. Wo liegen die Schwierigkeiten Wettkampfsport zu betreiben und wie gehst du damit um?

Tamara: Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich einen verständnisvollen Mann habe der mir die Möglichkeit gibt mein Training weiterhin zu verfolgen und mich in jeder Hinsicht voll unterstütz. Das schwierigste für mich seit ich Mutter bin ist, mich nicht vom Training ablenken zu lassen obwohl ich öfters viel lieber Zeit mit der Familie verbringen würde. Aber wie das Sprichwort so sagt, ohne Fleiss kein Preis und wer Ziele hat muss auch was dafür investieren. Die Familie darf aber auf keinen Fall zu kurz kommen, weshalb ich immer schaue effektiv zu trainieren und keine rieseigen Umfänge mache.  

Headwind: Topathletinnen wie Nicola Spiring, Caroline Steffen und Gwen Jörgensen sind bekanntermassen auch Mütter. Wo denkst du liegen die Vorteile einer Mutter Wettkampfsport zu betreiben, falls es solche gibt?

Tamara: Ob er wirklich Vorteile gibt ist schwer zu sagen. Es ist sicher so, dass man ein Talent im Organisieren und im Optimieren wird um alles unter einen Hut zu bringen und somit die Trainings effektiver und Zielorientierter sind.

Headwind: Welche Ziele hast du nun? Gibt es 2019 für dich Wettkämpfe?

Tamara: Ich befinde mich gerade in der Vorbereitung für die Multisport-Weltmeisterschaft in Spanien und werde im September noch an der Heim-WM in Lausanne starten. Dazwischen werde ich sicher noch ein paar Läufe als Vorbereitung und Triathlon-Wettkämpfe in meiner Umgebung bestreiten.

Headwind: Du leitest seit langer Zeit am SA das Schwimmtraining im Weyerly. Was bewegt dich dazu neben Famile, Job und eigenem Training zusätzlich noch ein Training zu organisieren?

Tamara: Da ich am Samstag eh Schwimmen geht es für mich in einem dazu das Training zu schreiben. Zudem habe ich nebenbei noch Ironladies-Trainingsberatung wo ich unter anderem auch private Schwimm-Coachings gebe, was ich sehr gerne mache. Mich freut es Personen mit Sport zu begeistern und dazu unterstütze ich diese gerne.

Headwind: Danke für das Interview und die Zeit du in 3athlon Bern investierst! Dir gehört das letzte Wort:

Tamara: Vielen Dank, dass ich als erste das Headwind Interview eröffnen darf und freue mich auf viele weitere Interviews und spannende Berichte. Wünsche allen einen guten und erfolgreichen Start in die neue Saison.


Kategorie:   Berichte Headwind

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